About
Vorauszuschicken ist, dass es sich hier um freie Meinungsäusserung handelt und nicht etwa um Journalismus. Manches mag nicht so perfekt formuliert sein und es hat wohl auch noch einige Tippfehler. Ich versuche aber, laufend Verbesserungen zu machen. Manche Dinge sind im Affekt geschrieben. Fühlen Sie sich nicht persönlich angegriffen. Ich selber kämpfe selber seit Kindesalter gegen Übergewicht und habe etwas ein schlechtes Gewissen, weil ich rauche, trinke, ein grosses Auto fahre und manchmal sogar Fleisch geniesse.
Dies ist der Blog eines 40jährigen Durchschnitts-Schweizers.
Guter Schüler, aber weitgehend verpasste Jugend. Architekturstudium an der ETH Zürich. (Ziemlich gut abgeschlossen).
Dienst in der Schweizer Armee (Ziemlich schlecht ausgesehen) bis zum Umdenken und der Dienstverweigerung.
Seit 10 Jahren selbständig.
Weil ich oft krank war, könnte ich gar nicht länger irgendwo angestellt sein. Die Ausfallzeiten werden nirgends geduldet, auch wenn ich (logischerweise) nie Lohn für keine Arbeit verlangt habe. Erst mit meiner weitgehend veganen Ernährung sind viele der Erkrankungen (chronischer SuperHusten, Rückenschmerzen, Nierensteine.. aber auch belanglosere Sachen wie Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Nasenbluten oder Schluckauf (kann auch recht belastend sein, wenn man etwa einer Frau gefallen will..) haben enorm abgenommen oder sind ganz verschwunden. Ich habe mit 40 die doppelte Energie wie mit 20.
Such(t)e seit 30 Jahren nach der grossen Liebe oder nach dem Geliebt-sein überhaupt .. ein ganz zentrales Thema in meinem Leben; habe sie aber letztlich wohl erst bei meinen Kindern gefunden.
Die Ökonomie der Dinge - ein wichtiges Thema auch.
Die Natur betrachte ich als das höchste Gut im menschlichen Leben. Am Umfang, wie sparsam wie wir mit der Umwelt umgehen, und wie wir uns für sie einsetzen, werden wir geprüft. Jede unserer vielen täglichen Makro-Entscheidungen zählt. Unser Leben ist kein Zufall, es ist ein Umfeld, in dem wir uns bewähren müssen.
Klingt religiös. Zu solchen Einsichten gelangt man aber gerade ohne vorgesetzte Religion. Ich habe mein Leben lang Dinge hinterfragt. Selber nachgedacht. Das scheinen leider nur sehr wenig Leute zu tun - sie absolvieren das Leben über die verschiedenen Levels wie in einem SuperMario Spiel auf dem Gameboy. Ohne je auszubrechen. Wenn sie dann aber dann doch einmal nicht mehr können, dann endet das meist tragisch, mit Burn-Out .. oder schlimmer.
Ich rede nicht viel, aber denke um so mehr. Weil ich so oft ins Denken versunken bin, und banale, alltägliche Dinge quasi im Autopilot-Modus erledige, mag ich manchmal verwirrt erscheinen. Manch mir nahestehende Person gibt mir dann (im allgemeinen gesellschaftlichen Geltungskampf..) jeweils das Gefühl, weniger wert zu sein wie Andere, die vielleicht gerade in ihrer Beschränktheit eine Art Zuvorkommen oder Aktivität .. hinbringen wie ich es auch gerne wollte, aber einfach nicht kann. Meine Eltern geben mir zu verstehen, dass ich weniger wert oder zumindest weit weniger interessant bin als meine Schwester oder der Mann meiner Schwester.. Sie ahnen wahrscheinlich, dass ich schon als Kind meist im Recht war, wenn man mich wiedermal zusammengeschissen hatte, wegen Dingen die so wahnsinnig ‘gefährlich’ oder ‘unanständig’ hätten sein sollen, was ich aber mit meiner Logik und dem guten Sinn für physikalische Zusammenhängen meist als ‘lächerlich’ abgetan hatte und bis heute abtue, wenn meine Kinder auf so autoriäre Weise kritisiert werden. Ich errinnere mich gut an viele Details aus der Kindheit - und bin da auch recht nachtragend. Es ist wohl auch meine Pflicht, gewisse Dinge die passiert sind nicht zu verzeihen - denn es handelte sich mitunter um Straftaten, zu gegebener Zeit werden diese vielleicht hier erscheinen. Meine Frau lacht mich aus oder wiederholt immer wieder ich müsse mehr mitdenken. Sie meint damit aber oft auch besser parieren. Nur leider halt immer in Dingen, wo es sich einfach nicht lohnt, sich zu konzentrieren dafür.
Ich konnte mich nie recht wehren. Schon auf dem Pausenplatz. Ich war nie in die Kämpfe verwickelt, die da laufend abgingen. Nur einmal habe ich den H., der mich grundlos zum Feind erklärt hatte, buchstäblich niedergestreckt, nachdem er mich nicht nur verbal, sondern auch mit Fäusten angegriffen hatte. Für kurze Zeit war dann ich und nicht mehr H. ein Held. Er war vor allem ein Maulheld, der ausser Fussball und andere Blufferien nichts drauf hatte.
So hat sich über die Jahrzente so einiges angestaut. Die ‘Opferrolle’ wird mir manchmal herablassend zugesagt; nun ja hat vielleicht was, wie nennt man den sonst einen, dem immer wieder sinnlos Schmerzen zugefügt wurden ?
Meine Theorie vom Leben als Prüfung, inszeniert mit zahlreichen Statisten, seelenlos. Das Bild von diesen Leuten : Wie die Massen an den Festbänken bei den Karnevalsendungen auf ARD und ZDF, in Fussballstadien oder beim Münchner Oktoberfest.
Durchschnittlich im familiären Background, im Beruflichen Werdegang, Einkommen, Aussehen, schulisches Engagement. Ich glaube jedoch, erkannt zu haben, dass diese (Leistungs-/Profit-/Wohlstands-/Spass-) Gesellschaft, in der wir heute leben, ziemlich krank ist und es an der Zeit ist, ein von Grund auf neues Denken zu beginnen.
Ueberdurchschnittlich: Intelligent, aber auch zurückhaltend, in gewissen Dingen geradezu scheu. Es gibt gewisse Dinge, die bring’ ich einfach nicht. Ich bräuchte manchmal ein starkes Medikament für selbstbewusstes Auftreten , egal vor wieviel Publikum. (Tipps?) Ich habe aber, im Gegensatz zu zahlreichen Blogbetreibern und Internetselbstdarstellern, denke ich, vielleicht wirklich etwas zu sagen. Gerade auch weil ich nicht so eine grosse Klappe habe und das Halten von Reden überhaupt nicht mein Ding ist, versuche ich mich mit dem Schreiben mitzuteilen. Leute die viel reden, werden in der Gesellschaft komplett überbewertet, von Lehrern, Vorgesetzten, anderen Karriere-Weichestellern.. und nicht zuletzt von den jungen Frauen (die in der Gesellschaft eine seltsam zentrale Rolle einnehmen, völlig inkompetenterweise..), währenddem andere oftmals nicht einmal wahrgenommen werden. Nur weil sie nicht Leute mit Nebensächlichkeiten zutexten können oder vielmehr: Es nicht wollen. The strong survive. So wird unsere Welt nun regiert von arroganten, relativ primitiven Schwätzern. Und Machos, Bankern, Supersportlern, Versicherungsheinis, Managern, Politikern, Lobby- und anderen Egoisten. (Musiker fand ich immer die besten Menschen.) Diese Dumpfbacken gilt es zu bekämpfen, und das nicht nur während der Bankenkrise! Viel mehr Leute sollten wieder anfangen, ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen und sich nicht in den Sachzwängen des modernen Hierarchiensystems in den Grosskonzernen zu verlieren. Ueberhaupt sind Sachzwänge hier ein zentrales Thema. Es gibt sie überall, wo man hinschaut, und: Sie schaden.
Die Definition von Moral wird nur dem Gesetz und den Religionen zugeschrieben, wobei doch beides nur Konstrukte sind, die von den gesellschaftlichen Machthabern errichtet wurden. Wie kann es sonst sein, dass Leute ganz legal bis in den Tod gemobbt werden (und das so viele Menschen sich jeweils in der Weihnachtszeit das Leben nehmen, ohne dass auch nur über einen Fall berichtet wird) - oder es immer und immer wieder katholische Priester sind, die Sex mit Kindern haben? Der beschleunigte Niedergang solch einer idiotischen Religion müsste die Folge der klaren Einsicht sein. Was geschieht aber ? Nichts. Deshalb schreibe ich. Um einen von sicher über 10′000 Gründen zu nennen.
Was alles Schwachsinn ist, aber Keiner will es zugeben: Fussball, Hockey, Wrestling, Oper, Feiertage, Geschenke, Stöckelschuhe, Schminke, Religion, Politik, Rasenmähen, Börse, Geld anhäufen, Kinderkrippen, Schlager, Fasnacht, Managerboni, Manger überhaupt, Steuersystem ..

