Archive für Juni 2010

Die Irrtümer einer Hausfrau

Eine in vieler Hinsicht normale Frau, die ich seit bald 2 Jahrzehnten beobachte, die auch studiert hat, und einen recht hohen Posten in der Arbeitswelt bekleidet, unterliegt typischerweise folgenden Irrtümern:

-  Es ist ein absoluter Zwang, jeden Morgen um 7 aufzustehen und die ganze Familie, die schon seit jeher unter Schlafmangel leidet, zu wecken und sekundengenau aus dem Haus zu peitschen.
Irrtum. Es ist gerade als Selbständige durchaus erlaubt, auch einmal etwas später ins Büro zu kommen. Teilt man sich den Tag locker ein und arbeitet auch noch am Abend, wenn es ruhig und kühl ist - ist man dabei viel effizienter und ohne Stress. Das wissen wir eigentlich nicht erst seit dem Studium.

- Es ist ein Weltuntergang, wenn man einmal eine Zeitungsabfuhr verpasst. Falsch. In so einem grossen Haus, wie wir es bewohnen, könnte man gar 75 Zeitungsabfuhren in Folge verpassen - ohne jegliche Einbusse an Lebensqualität.
Die Zeitungssammler kommen mit ihrem Lastwagen sowieso immer Tagenach dem Termin.

- Wenn man Kinder immer wieder anschreit, erreicht man damit Gutes, vor allem das, was man von ihnen will. Komplett falsch: Jähzorn macht einem allgemein sehr unbeliebt, er ist nicht entschuldbar. Als Erziehungsfaktor für Kinder ist er gänzlich ungeeignet. Dazu muss man nicht erst Largo gelesen haben.

- Eine Geschirrspülmaschine soll man so voll wie möglich einräumen. Irrtum. Der Übereifer bewirkt genau das Gegenteil - das Geschirr bleibt schmutzig und muss nochmals gewaschen werden. Frauen verstehen diesen simplen Zusammenhang nicht, auch wenn man es 143 mal erklärt hat.

- Eine Putzfrau muss 2 x die Woche das ganze Haus staubsaugen und mit 40 Putzmitteln alles blitzblank machen. Falsch. 1 x pro Monat mit einem Besen übers Parkett und punktuelles Putzen genügt. In Haushalten, wo viel geputzt wird, werden Kinder und Erwachsene viel öfter krank.

- Auf keinen Fall etwas Gekochtes in den Kompost. Dann kommen die Ratten.
Falsch. Alle organischen Abfälle gehören in den Kompost. Wenn die nützlichen Mäuse oder gar Ratten auftauchen sollten, wäre das ein freudiges Ereignis. Wie alle Geschöpfe der Natur sind auch Ratten etwas Wunderbares!

- Wenn es wärmer wird, unbedingt die Heizungen runterdrehen! Irrtum. Für das hat man einen Thermostat. Dort könnte man gegebenenfalls etwas drehen. Das in den Bädern ständig alle Heizungen auf 0 gedreht werden, hat zur Folge, dass Badetücher und Waschlappen rasch grau werden. Versteht eine Frau nicht, auch nicht nach dem 40. Mal. Stattdessen terrorisiert sie den Mann mit dem falschen Sparfimmel.

- Eine Ampel schaltet auf Rot während die Fahrerin sich nähert: Gas geben, um möglichst bald da zu sein! (Kommentar überflüssig)

- Lange Autoreise. Mann müde - fährt in dem Tempo, welches ihn nicht stresst - meist Autobahn 130, Innerort 50. Dieser Mann muss angetrieben werden, denn man verliert sonst den halben Tag! - Völlig falsch. Auch auf sehr langen Strecken spart man bei dazu noch verbotenem & gefährlichem Zu-Schnell-Fahren höchstens ein paar Minuten. Frau muss ’sportlich’ fahren - das beinhaltet auch das ständige leichte Hin-und Herdrehen des Lenkrades, auch auf schnurgeraden Autobahnen. Und braucht deswegen gegen die 20% mehr Sprit als wenn  der Mann am Steuer ist.

-Starker Regen, Aquaplaning-Gefahr oder allgemeine Schleudergefahr wegen Eisglätte: Lenkrad fest und mit beiden Händen halten! wird mir hysterisch ins Ohr geschreit. Falsch, es verhält sich genau umgekehrt. Nicht nur die Physik lehrt es uns, auch die jahrzehntelange Fahrpraxis. Um ein Schleudern zu verhindern, muss man das Lenkrad eines Autos oder auch Velos fast loslassen, die Räder finden ihren Weg. Eine Masse von 2t mit kinetischer Energie in eine einzige Richtung kann nur durch (unnötige) Maniputation am Lenkrad zum Rotieren gebracht werden.

- Telefon klingelt. Es muss abgenommen werden, koste es was es wolle! Sonst ist die ganze Woche futsch. Nicht ganz richtig. Jeder Mensch hat die Freiheit, ein Telefonat auch mal nicht entgegenzunehmen. Er ist dabei nicht einmal verpfichtet, eine Erklärung für seine Unpässlichkeit zu formulieren. 99% der Telefongespräche haben ausser Hallo?Hallo? Wie gehts? keinerlei brauchbaren Inhalt.

-Kinder müssen möglichst oft fremdbetreut werden, sonst kommt man im Leben nirgendwo hin. Diese Betreuerinnen sollen möglichst viel mit den Kids organisieren, ihnen etwas bieten. Wrong. Es ist umgekehrt so, dass Kinder und Eltern am Meisten davon haben, wenn sie zusammen sind. Dies möglichst nicht nur am Wochenenende, bei Besuchen oder auf Reisen, sondern es ist der Alltag, den es zu meistern gilt und bei dem beide Parteien am meisten lernen und profitieren können.Die Kinder werden bei zuviel Fremdbetreuung verzogen und verwöhnt, auch wenn es die jeweiligen Grossmütter oder Tanten etc. noch so gut meinen. Es resultiert letztlich eine zerrüttete Familiensituation, die alle Beteiligten unglücklich macht; die Kids lernen ihre Eltern gar nicht recht kennen und bringen je länger je weniger wenigstens den Respekt, den man von ihnen erwartet. Wenn es denn ja schon lange nicht mehr Liebe ist..

-Fortsetzung folgt…

Umweltverschmutzung in Schwarz-Rot-Gold

Kaum hat die deutsche ‘Elf’ wieder einmal ein gutes Spiel gezeigt - allerdings gegen eine völlig inkompatible Mannschaft der Australier, alle 2 Köpfe kleiner als die Teutonen-, da wehen sie wieder an jedem 2. Opel oder kleinen Fiat, dickem Mercedes, diese graphisch hässlichsten aller Nationalflaggen, vielleicht überhaupt. Warum hässlich : Rot und Gelb sind in dieser Ausführung  2 dominante, zu leuchtende Farben, die sich aber zu ähnlich sind. Gelb und Schwarz sind in der Natur die Farben der Gefahr, auch von Arroganz. (vergl. gleichnamige Qualition)
Schon extrem lächerlich, diese Kundgebung - was wollen uns diese Leute bloss damit sagen ? Sie finden ihr Land also toll - so plötzlich von einem auf den anderen Tag ? Weshalb?! Gleichzeitig beschliesst Merkel ein Sparpaket, welches erneut den schlecht Verdienenden noch mehr wegreissen wird und eigentlich wiederum alleine schon das Potential hätte, dieses Land mit seiner irrsinnig komplexen und unfairen Regierungs- und Verwaltungsstruktur komplett umzustürzen! Wenn es bald zur Revolution der Neuzeit kommt, wird sie wahrscheinlich in Deutschland beginnen..

Was aber tun diese Schwachköpfe ? Sie feiern ihr Land, Deutschland über alles! Nur weil in der ersten Vorrunde einer WM, wo man ja weiss, dass das Meiste gekauft ist .. und die, ausser für diejenigen, die auf dem Rasen kämpfen, ja sowieso für niemanden Leben je auch nur die geringste Bedeutung  erlangen kann. Ein Spiel, ein schönes vielleicht, ein unfaires auf jeden Fall wegen systembedingten zahlreichen Schiedsrichter-Fehlentscheiden. Wieso könnte jemand Deutschland als ein besonders gutes Land erachten ? Landschaft? Geschichte? Errungenschaften? Klima ? GeizIstGeil Mentalität ? .. kaum. Also wozu für das eigene Land im eigenen Land fanen ? Das sind einfach nur Spiesser, die sowas machen. Sie versuchen sich einfach egoistisch auf die Seite der Gewinner zu stellen. Sobald sich abzeichnet, dass die deutschen Kicker doch keine Chance auf dem Titel haben, werden diese Opportunisten kleinlaut die lächerlichen Wimpel wieder abschrauben, und gegebenenfalls ersetzen durch einen neuen Favoriten. Diese Wimpel sind ja übrigens nicht nur visuell eine Umweltverschmutzung, sondern auch direkt - Autos verbrauchen mehr Sprit und kleine Fetzen werden zu Millionen auf dem ganzen Kontinent verstreut, weil die Leute zu faul sind die Fähnchen für die Autobahn reinzunehmen.

Am liebsten würde ich eine Gruppe aufbieten, die überall lärmend und hupend mit Fahrrädern durch die Strassen zieht - mit 10′000 Flaggen von einem Idealstaat wie er noch nicht existiert, wohl nie existieren wird. Das wäre wenigstens Nationalismus, der auch Hand und Fuss hat.

Klar könnte ich mich auch über Rot-Weiss aufregen. Das tue ich auch und schäme mich auch immer wieder für die Genossen- auch wenn eben jenes Land als Solches doch weit mehr hergibt ..

Nachtrag : Nach dem sensationellen Sieg der Schweizer über Europameister Spanien habe ich mich auf der ganzen Fahrt von Basel nach Zürich auf Fähnchen geachtet - während man in Deutschland bei ähnlichem Glück im Schwarz-Rot-Gelb Kitsch ertrinken würde, konnte ich in der Schweiz folgendes ausmachen : 1 Auto mit 1 Fähnchen (und nicht 4) , 1 Velo mit einer grossen Fahne. Etliche Autos mit D-Fahnen (und D-Nummer). Keinerlei Hausfassaden mit Fahnen- ‘Schmuck’.  Die Mentalität ist eben schon eine Andere, Gottlob.

|