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28.4.2010 von admin.
Da wird immer Schweiz-weit über Zürich gewettert und wie arrogant doch die Bewohner sind etc etc. Ich habe jetzt seit über 2 Jahren die beiden Städte im direkten Vergleich. Da fällt einem doch der eine oder andere markante Unterschied auf. Basel lebt fast das ganze Jahr seine veralteten Fasnachtstraditionen mit den öden Marschtrommeln und diesen unsäglichen Pfeiffern, meist aber zum Glück nicht so lächerlich verkleidet wie an den ‘Scheenschten drey Tääg’. Für mich sind es die schrecklichsten 3 Tage und Nächte, wo einem nur eines übrig bleibt : Flucht. Dann ist Basel im Gegensatz zu Zürich auch auffallend tolerant. Aber nur gegenüber Bettlern und Strassenmusikanten, teils im Kindsalter. Gegen Velofahrer hingegen kennt man kein Pardon. Wer es wagt, in den Gassen mal kurz auf dem Pedal zu stehen, wird gleich von so einer alten Daigg-Mutter angefaucht. Geht man zu Fuss mal schon vor Grün über den Fussgängerstreifen wird man mit verächtlichen Blicken bestraft, als sei man irgend ein hergelaufener oder herumstreunender Habenichts mit schmutztriefenden Kleidern. Oder man wird einfach weggehupt von den arroganten Autofahrern, die vergessen, dass sie auch manchmal Fussgänger sind, und dass dieser Depp, der über die Strasse will, vielleicht ein Auto hat, dass 5 x mehr gekostet hat und erst noch freundlich bleibt, wenn ihn jemand penetrant behindert.
Heute vor der BKB, nachdem mich die junge Tusse am Schalter verlacht hätte, meine Kontokarte sei aber von der ZKB, mit der würden sie in keiner Verbindung stehen und jede Einzahlung kostet 10 Franken! Nachdem ich dort vor der BKB also mein Velo geparkt hatte und nur 5 m auf dem Trottoir in Überbreite gefahren bin, werde ich also schon wieder von so einem alten Sack in Feldwebel-Manier zurechtgewiesen (man bedenke; ich bin über 40 und keine 10 mehr) “Do isch t’Schtross!” Ich, für einmal schlagfertig “Ja, das sehe ich auch du alter Spiesser” Seine Begleiterin, auch so eine alte Schachtel, zuckte sichtlich zusammen. Wo ich ja eigentlich der Meinung bin, dass es gar eine Tugend wäre, so einem Trottel gleich postwendend die Fresse zu polieren..
Man könnte jetzt geneigt sein zu sagen, Dasselbe würde einem in Zürich auch passieren? Absolut falsch. Ich war 15 Jahre in Zürich, bin es noch immer jede Woche 1-2 Tage, und eine solche Arroganz von Spiessern ist mit noch gar nie vorgekommen.
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20.4.2010 von admin.
Eine schöne Umschreibung des Gefühls vor einer Tanznacht in einem guten Club, von Samuel Volken, usgang.ch “..Das Hineinschreiten in einen Club ist jedes Mal wieder ein spezieller Augenblick. Er wird begleitet von Glücksgefühlen, dem Erahnen von aussergewöhnlichen Begebenheiten und Höhepunkten. Man gibt die Jacke ab und schliesst damit mit sich selber einen Vertrag: man bleibt nun eine ganze Weile in einer anderen Welt. Auf dem Weg von der Garderobe in den Club, vernimmt man das stetig ansteigende Donnern. Wärme und Feuchtigkeit umschmeicheln das Gesicht während einem nasse und verschwitzte Menschen entgegenkommen. Man ist noch frisch, ziert sich deswegen ein wenig. Hühnerhaut.Man geht weiter, das gedämpfte Wummern weicht einem rollenden Donnernsturm. Die Vibrationen ergreifen den Körper, Lichter zucken durch die Nebelschwaden und aus der Dunkelheit ertönen Schreie. Man geht eine Runde, atmet die aufgeladene Atmosphäre ein, schaut. Man trinkt, man tanzt, man lacht und jubelt, man gibt sich dem stetig treibenden Bass hin. Der Club wird zum Spielplatz gelösten Zusammenseins.”
Kaum könnte man den Besuch von einer Sportveranstaltung als Zuschauer in ähnlicher Weise betrachten, oder ?
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13.4.2010 von admin.
Wir haben uns schon derart an Kuhmilch in unserer Nahrung gewöhnt, dass kaum einer mehr nachdenkt, ob das eigentlich gut ist. Man versinnbildliche sich: Da lebt der Mensch glücklich im allgemeinen Ueberfluss und plötzlich kommt einer auf die gloorreiche Idee, diesen wunderbaren und liebenswerten herzigen Jungtieren einfach die Muttermilch wegzunehmen und sie stattdessen mit Abfällen abzuspeisen oder ihnen grad direkt die Kehle durchzuschneiden. Dabei schmeckt Kuhmilch für Menschen nicht einmal gut, sondern die Natur hat da einen Schuss Jauche reingegeben. (Aber der Mensch fand schnell Methoden, diesen Beigeschmack zu entfernen). Damit nicht genug. Über Jahre und Jahrzehnte werden die Mutterkühe schwanger gehalten, es wir auch munter mit Hormonen nachgeholfen. Das ganze Leben verbringen diese ‘niederen’ Tiere in übler Gefangenschaft, nicht einmal einen kurzen Moment des Familienlebens wird ihnen gegönnt. Dabei sind gerade Kühe sehr sensible Geschöpfe; zum Beispiel halten Freundschaften unter ihnen ein Leben lang.
Die Bauern sind dumm. Und geldgierig. Eine riesige Milch-Überproduktion ist seit Jahren Tatsache - diese ist eigentlich mit jeglicher Vorstellung von Moral und Ethik vollends unvereinbar. Die schwerwiegeneden ökologischen Aspekte hier einmal bewusst ausgeklammert.
Seit 14 Monaten verzichte ich bewusst auf Milchprodukte - denn es ist klar : Milch ist sehr gesund und wertvoll; Bloss logischerweise nicht für den Menschen, sondern für die Kälber oder kleinen Ziegen, Schafe, für die sie die Natur vorgesehen hat.
Beobachtungen nach über 1 Jahr Selbstversuch:
- Soja- oder Reis-Milch schmecken genauso gut.
- Ich bin VIEL weniger krank.
- Ich fühle mich besser, bin weniger müde, habe keine Schmerzen mehr in Rücken und Schulter.
- Ich habe (langsam zwar, aber stetig..) bisher 10 Kilo abgenommen.
- Ich spare Geld, vor allem der Käse fällt ins Gewicht.
- Ich rieche besser. Leute, die viel tierische fette und Eiweisse konsumieren, fangen an zu stinken, sie selber merken es nur nicht..
- Durch Mangel an Omega-3 Fettsäuren hatte ich vorübergehend trockene Haut an den Schienbeinen. Irgendeine solche Erscheinung war zu erwarten nach abrupter Umstellung einer 40jährigen Gewohnheit.
Ich komme immer mehr zum Schluss, dass wir für alles, was wir tun und der Natur schadet, letztlich auf irgendeine Weise bestraft werden - beim Fleisch- und Milchkonsum scheint das direkt über Krankheiten zu geschehen. Oder einfach Fettleibigkeit, was aber auch eine Krankheit ist, welche durch die Ablehnung in der Gesellschaft noch zusätzlich bestraft wir.
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