.. oder besser gesagt ‘is trying to suck .. our money’!
Der Uhrenproduzent Breitling resp. deren Anwälte vom BMG haben uns vor dem Genfer Gerichtshof verklagt - gefordert wird die Bezahlung einer Busse von CHF 30′000.- sowie div. anderen Leistungen, wie etwa der Publikation von Inseraten in Zeitungen etc.
Der Hergang der Abmahnungen bis zur Klage ist mit einem Erpressungsversuch gleichzusetzen.
Dieselben BMG Anwälte hatten wir schon letztes Jahr abgeschmettert als sie uns zum Vorwurf machten wir seien verantwortlich für die Bezeichnung ‘Spitfire’ (Nicht etwa Eigentum des Flugzeugbauers sondern von IWC) auf einigen Chronos von Moscow Classic. Auch hier hatten wir nur einzelne Modelle fotografiert und gar nie eine verkauft, ausser an den Fangkäufer und ‘Beweismittel’beschaffer. Keinen Rappen mussten wir damals bezahlen, auch damals ging es um über 10′000.-, aber man versucht es halt überall, es ist ja alles im Budget.
Wir wollen versuchen in Bälde den gesamten E-Mail-Verkehr und die Anklageschriften der Fälle IWC, Breitling und Bernd Junkers zu veröffentlichen. Einige müde und chancenlose weitere Abmahnversuche sind auch noch dabei. Mit dem hat wohl niemand gerechnet
Warum diese Klage? Weil wir einige Modelle der HongKong-Produkte CTI und Chronotac zum Verkauf anboten - wie viele 100 ander Händler auch übrigens. Auf Ebay etc sind auch heute noch sämtliche Modelle der umstrittenen Uhren zu finden. Sie hatten uns zuerst gezwungen in wochenlanger Kleinarbeit sämtliche Texte mit ‘Chronomat‘ zu löschen und auf allen Bildern zu retouchieren. Dem sind wir immer sofort nachgekommen, weil ‘Chronomat’ ist tatsächlich eine geschützte Markenbezeichnung von Breitling. Schon vorher hatten wir dies selber herausgefunden und den chinesischen Hersteller dazu gebracht die Uhren fortan ‘Chronotac’ zu nennen. Als diese grosse Arbeit beendet war, hatten wir nichts mehr gehört von den BMG Anwälten - sie schienen zufrieden, nach dere Erledigung der letzten Einzelheiten für die man uns extra noch angerufen hatte.
Und es wurde angesprochen das alles mit einem Flügellogo bei CTI illegal sei, dies haben wir erstmal als infame Behauptung abgetan, weil das CTI Logo nämlich sehr anders aussieht, es hat weniger Federn und der Breitling -Anker fehlt gänzlich. Ausserden hat es ein kleines c in der Mitte statt wie bei Breitling ein grosses B. Die Expertise, die beim FHS (Schweiz. Uhrenverband) gekauft wurde hat man vergessen vorzeiweisen, mit dieser kamen sie erst bei der Anklage.
Ein paar Monate später wurde ein Server von uns in Deutschland gehackt, Kriminelle wollten offenbar deren Einträge auf unserer Anti-Betrugs-Datenbank creditcard-fraud.info zum Verschwinden bringen und haben es fertiggebracht alle Daten auf dem Server zu löschen. inkl. aller inhalte von cti-watch.com und chronotac.com. Der Provider FAVE.DE (inzw. von der Bildfläche verschwunden, Ronny Rehfeldt würde uns noch einen Druck-Auftrag für ca. 1000 EUR schulden) hatte nach einigen Tagen seine letzten Backups heraufgespielt, bei den fraglichen Websites waren dies dummerweise wieder die alten Versionen ohne die verlangten Aenderungen, die für einige Stunden online waren, nachdem alles während 2 Wochen lang offline.
BMG Anwälte erhielten natürlich sofort einen Alarm vom Monitoring-Programm, mit denen sie bauernschlau unsere 2 Sites überwachten. Schickten uns sofort eine E-mail mit einem Ultimatum, welches wir, grad in Frankreich umgehend und alles erklärend, mit einer Entschuldigung versehen .. beantworteten. Aber dumm wie diese Leute sind - und offenbar (dies hatte sich auch bei den vorangegangenen Aenderungsprozessen herausgestellt) ohne den geringsten Schimmer zu haben von Technik und Beschaffenheit des Internets - hatten die uns nicht geglaubt - sondern wohl gedacht wir hätten minutiös und in nächtelanger Kleinarbeit alle Aenderungen wieder rückgängig gemacht!! Wie es uns irgendetwas nützen könnte die recht doofe Bezeichnung ‘ Chronomat’ (erinnert eher an ein Waschpulver) auf ‘unseren’ Uhren zu haben, die darüber hinaus nicht im geringsten den Breitling Modellen ähnlich sehen (eher z.T Rolex) . Ueberhaupt hatten wir weder von CTI noch von Chronomat kaum je 1 Uhr verkauft, zu verbreitet auf dem Internet, zu teuer unsere Preise, wasauchimmer. Unser Anwalt (Direktor von der CAP Rechtschutz Versicherung) hatte auch noch aus den Ferien geantwortet und ein Treffen vorgeschlagen nach seiner Rückkehr. Er findet es absolut skandalös und unprofessionell dass dann trotzdem umgehend Klage eingereicht wurde.
Der Hauptanklagepunkt : Wir hätten die Bilder retouchiert ! Genau das und nichts weiter hatten die immer verlangt. Also absolut betrügerisches Vorgehen der BMG Anwälte, angeführt von einer Frau Diane Richards.
Des weiteren haben sie eine Fangbestellung gemacht für eine Chronomat Uhr (das graue Modell TIGER auf chronotac.com) und sich gewundert warum wir die geschickt hätten ! Ist ja klar - man verlangt von uns alles zu retouchieren in den einzelnen Artkelbeschreibungen aber niemand hat jemals verlangt die Angebote vom Netz zu nehmen. Es war ausserdem klar, dass wenn wir ‘zugeben’, noch einzelne Uhren zu haben und die mit einem Ausverkauf - alles zum 1/2 Preis- verschleudern, wir diese letzten Exemplare auch so versenden wie sie sind und durch die Internet-Retouchen nicht automatisch auch die Zifferblätter bereinigt werden. Wie dumm muss man sein ..? Und so jemand schimpft sich dann noch Rechtsanwalt - spezialisiert auf Onlinerecht! Jeder Kindergärtler hat heute mehr Ahnung vom Internet.
Und damit soll also nun dem Breitling-Konzern ein Schaden von 30′000.- entstanden sein ? Höchstens durch das geradezu kindlich naive Vorgehen der Anwälte, aber dafür können wir doch nichts !
Die würden ihre Ressourcen besser verwenden:
- um die Uhren auch in der Schweiz herzustellen. Nirgends steht mehr ‘Swiss Made’, nur Swiss Technology’ wird angefügt, so wie bei anderen China-Produzenten.
- um für bessere Qualität zu sorgen, Breitling hat unter Sammlern einen sehr schlechten Ruf.
Schon auffällig häufig haben Kunden und Sammler sich bei uns beklagt, die Uhren seien ungenau und extrem anfällig etc, natürlich ungefragt denn wir hatten nie etwas mit Breitling am Hut.
Ein Beispiel dazu hier. Die Tatsache, dass so eine Uhr in der Herstellung etwa 1/100 vom Verkaufspreis kostet und der Rest, den der Kunde bezahlt zum grossen Teil für Werbung und Gerichtsprozesse und wohl auch für die jährlichen unverdienten Boni der Manager verschleudert wird .. ist doch ungeheuerlich!
- um die wirklichen Fälschungen zu bekämpfen, diese werden offen verkauft in Hunderten von grossen Onlineshops - und an jeder Ecke in Urlaubsdestinationen wie Thailand oder Kenya. Einige davon sind offenbar auch vom Profi kaum vom Original zu unterscheiden. (Wahrscheinlich weil auch Breitling eigentlich ‘Made in Taiwan’ ist oder ähnlich). Vielleicht werden ja auch die Fälschungen von Breitling selber hergestellt ? Wäre zumindest ein interessanter Marketingansatz. Auffällig schon wie die (für die Massen) mässig attraktive Marke oft kopiert wird. Vielleicht ist diese ‘ungewollte’ Gratiswerbung nicht kostenlos sondern einfach nur billig.

Screenshot von Breitling.com - Titelseite(!) 2008
Breitling könnten wir nun ebenfalls verklagen, zu Schadenersatz aus diesem ganzen äusserst lächerlichen Prozess, wegen Erpressung und weil auf Breitling.com Lügen verbreitet werden. Es wird behauptet 100% der neuen über das Internet verkaufte Uhren seien Fälschungen (1%, so wird gesagt, seien gebrauchte Uhren oder von ‘unbestimmter Herkunft’. Ganz klar & wissentlich gelogen, schon nur auf Ebay werden täglich 100e echte Uhren eingestellt. (diese Uhren stammen von Breitling-Vertragshändlern, die so einen etwas besseren Umsatz erreichen). Wenn Breitling für diese keine Garantie geben will : Nochmals rechtswidrig, da zu 100% von Breitling hergestellt und zu 100% daran verdient.
Breitling behauptet ebenfalls der Erfinder des automatischen Chronographen zu sein. Die Realität sieht etwas anders aus - siehe Wikpedia:
“Der automatische Aufzug[2] hält 1969 bei den Chronographen Einzug. Eine Kooperation von Breitling, Hamilton-Büren und Heuer-Leonidas unter Mitwirkung der Maschinenfabrik Dubois & Dépraz[3] machen dies möglich. Im selben Jahr gelingt aber auch Zenith-Movado die Integration eines solchen Mechanismus in ihr Chronographenwerk. Insofern muss die Entscheidung, wer hier Primus war, offen bleiben”
Die Angler-Brüder (das Wort ‘Breitling’ hat immer mit Fischerei zu tun, nie mit der Fliegerei und auch nicht mit dem Zustand nachdem man einen Joint geraucht hat) hatten wohl einfach ihr Interesse an so einem Uhrwerk bekundet - und schon sind sie 40 Jahre später die Erfinder.
“Eine Erfindung, um deren Herkunft heftig gestritten wird. Zunächst findet man sie bei Abraham-Louis Perrelet, umgesetzt aber auch bei seinem mutmaßlichen Schüler Abraham-Louis Breguet. Später reklamiert John Harwood in England diese Erfindung für sich. Befriedigend funktionieren diese Mechanismen zu dem Zeitpunkt noch nicht. Erst Rolex gelingt 1931 mit dem „Perpetual“ Aufzug ein Mechanismus, der manuelles Aufziehen gänzlich überflüssig werden lässt. ”
“Die Behauptung, nur Breitling SuperQuarz-Uhrwerke würden die COSC-Normen erfüllen, muss zumindest dahingehend ergänzt werden, dass auch andere Schweizer Hersteller sehr präzise (+/- 15 s/Jahr), temperaturkompensierte Quarz-Uhren herstellen können (z. B. Longines), aber auf eine COSC-Zertifizierung verzichten, insofern diese vor allem früher eine hohe Hürde für mechanische Uhren darstellte.”
Dass die alten Breitling Uhren (ich verwende das Wort Breitling extra oft wegen den Suchmaschinen), also dass diese Breitling so oft von heutigen Billig-Produzenten imitiert werden hat damit zu tun, dass der Urheberrechtsschutz nach 20 Jahren abgelaufen war und diese Breitling - Designs nun völlig legal von jedermann verwendet werden können. Dumm nur dass diese Retro-Breitling offenbar die einzigen Modelle sind die wirklich erfolgreich sind! Man werfe kurz einen Blick auf die Website - alles nur Retro-Modelle.
Der Urheberrechtsschutz geht in diesen Belangen meiner Meinung nach sowieso zu weit - es hätte auch keinen Sinn gemacht, das Rad exklusiv und weltweit nur für eine Firma zu schützen - nein solche Dinge sind recht trivial und wären oft kurze Zeit später sowieso von einem anderen wachen Geist entdeckt worden! Heute sind wir gar so weit dass es eigentlich nichts mehr gibt was nicht irgendwo schon einmal von jemandem gedacht oder aufgezeichnet worden ist, jeder Strich den man auf ein Blatt zeichnet .. und dazu ein Kreis und 2 Zeiger ist schon gerade mal illegal denn es ist Eigentum von Breitling oder sonst irgendeinem Geldsack. Die wirklichen Designer von den schönen alten Breitling Uhren wie etwa der Navytimer Montbrilliant werden bis heute mit keinem Wort erwähnt! Das ist eigentlich auch ziemlich ungerecht und rechtswidrig, der Designer ist doch der eigentliche Urheber. Wie übrigens der Erfinder für die ‘Happy Diamond’ bei Chopard oder derjenige des Nespresso Kapsel-Systems (Eric Favre) tunlichst vermieden wird genannt zu werden. Ersterer war nur kurz bei Chopard und hat nie eine müde Mark für seine Innovation bekommen, von der eigentlich die ganze Marke bis heute lebt! Ein Skandal.. (Ein Pforzheimer Kollege vom admin kennt diesen Mann).
Also .. kaufen Sie auf keinen Fall jemals eine Uhr von Breitling oder Chopard - das sind alles Gauner.
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